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Intrazellulare Stresskaskade-relevante Biomarker bei Tinnitus-Patient:innen

Tinnituspatient:innen haben häufig mit Begleitproblemen wie Depressionen, Angstzuständen, anderen somatoformen Symptomen, Schlaflosigkeit oder Hörverlust zu kämpfen. Derzeit gibt es nur wenige wirksame Behandlungen gegen Tinnitus. Diejenigen, die es gibt, scheinen sich dadurch auszuzeichnen, dass sie den mit der idiosynkratischen Erfahrung der Wahrnehmung verbundenen Stress lindern.

Die aktuelle Studie soll einen Beitrag zu den neuen Forschungsarbeiten leisten, die sich mit der Anpassung von Therapien an individuelle psychobiologische Profile befassen. Die Studie zielt insbesondere darauf ab,

  • Biomarker* zu identifizieren, die mit Tinnitus und gleichzeitig auftretenden Problemen in einer klinischen Stichprobe von Tinnitus-Patient:innen assoziiert sind,
  • diese Biomarker mit psychologischen Messwerten zu verknüpfen, die emotionale und Verhaltensprozesse bewerten, von denen angenommen wird, dass sie zur Aufrechterhaltung von Tinnitus-Belastungen beitragen, und
  • Veränderungen bei Biomarkern und Verhaltensmesswerten nach einem grundlegenden bzw. verbesserten kompakten multimodalen tinnitusspezifischen kognitiven Verhaltenstherapieprogramm zu untersuchen.

Das Projekt wird von der HEINZ UND HEIDE DÜRR STIFTUNG gefördert. Ursprünglich war die Laufzeit für den Zeitraum von fünf Jahren (2019 – 2023) geplant. Aufgrund von Verzögerungen infolge der COVID-19-Pandemie wurde das Projekt kostenneutral bis zum 31.12.2027 verlängert. Die Projekt-Summary folgt nach Abschluss des Projekts Ende.

*Biomarker sind charakteristische biologische Merkmale, die objektiv im Blut oder in Gewebeproben gemessen werden können und auf einen normalen biologischen oder krankhaften Prozess im Körper hinweisen.