Berlin, 1. Juni 2026
Internationaler Kindertag und Welttag der Eltern
Der 1. Juni ist gleich doppelt besonders – Internationaler Kindertag und Welttag der Eltern. Ein Tag für zwei Generationen und damit der richtige Moment, über etwas Kleines zu sprechen, das Eltern und Kinder gemeinsam tun können: früh gute Hörgewohnheiten entwickeln.
- Machen Sie Geräusche sichtbar und messbar – und spielen Sie damit. Nutzen Sie eine einfache Dezibel-App (z. B. die Dezibel X-App) und testen Sie aus Neugier gemeinsam alltägliche Geräusche: Verkehr, Mixer, ein Schrei. Vereinbaren Sie eine Regel: „Wenn der Schallpegel ausschlägt, brauchen unsere Ohren eine Pause.“ Lassen Sie das Kind den Pegel selbst überprüfen.
- Nutzen Sie vertraute Vergleiche. Vergleichen Sie die Ohren mit den Augen bei grellem Sonnenlicht: „Man würde nicht direkt in die Sonne schauen. Lautes Geräusch ist dasselbe für die Ohren.“
- Bauen Sie Ruhezeiten in den Alltag ein. Ruhiges Lesen nach der Schule, Malen ohne Musik oder TV oder 15 Minuten Stille vor dem Schlafengehen helfen den Ohren, sich zu erholen.
- Lehren Sie Warnsignale in einfachen Worten. Erklären Sie, dass die Ohren Hilfe brauchen, wenn Geräusche scharf oder schmerzhaft sind, es klingelt oder summt, Stimmen verschwommen wirken oder sich das Kind nach Lärm müde oder gereizt fühlt. Die Antwort: Abstand nehmen, Lautstärke reduzieren oder um Hilfe bitten.
- Lassen Sie das Kind Ihr Gehör schützen. Bitten Sie das Kind, Sie daran zu erinnern, die Musik leiser zu stellen, und laut zu sagen, wenn etwas in der Öffentlichkeit zu laut ist.
- Machen Sie Gehörschutz normal, nicht besonders. Halten Sie Ohrstöpsel für Konzerte, Feuerwerk oder Sportevents bereit. Stellen Sie sie wie Ausrüstung dar, ähnlich einem Helm, und lassen Sie das Kind Stil oder Farbe selbst wählen.
- Vermeiden Sie Angst-Sprache wie „für immer kaputt“. Statt „Du machst deine Ohren kaputt“, sagen Sie: „Ohren werden nicht besser darin, Lärm zu verarbeiten – wir müssen clever mit ihnen umgehen.“ So lernt das Kind Verantwortung ohne Angst.
